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Manuelle Lymphdrainage KPE

« Die Kläranlage des Körpers ankurbeln. «

Die manuelle Lymphdrainage ist eine Massagetechnik, mit der Lymphstauungen im Gewebe beseitigt werden. Es werden gezielte Handgriffe gesetzt, um den Abtransport der Lymphe zu fördern. Die Lymphe ist eine hellgelbliche, wässrige Flüssigkeit, die fast überall im Körper in den Lymphgefässen vorhanden ist. Sie dient dem Abtransport von Nähr- und Abfallstoffen von und zu den Zellen. Ausserdem dient sie der Immunabwehr, denn die Lymphflüssigkeit befördert Bakterien und andere Krankheitserreger zu den Lymphknoten, wo diese entsorgt werden.

Das Lymphsystem ist neben dem Blutkreislauf das wichtigste Transportsystem des Körpers. Zum Vergleich: Während durch die Adern eines erwachsenen Menschen 3,5 bis 5 Liter Blut fliessen, zirkulieren in den Lymphgefässen zwischen 6 und 10 Litern Lymphflüssigkeit.

Ein Beispiel: Wenn Du beim Wandern oder Joggen den Fuss vertreten hast, kann es zu einer Überdehnung oder gar einem Riss der Bänder im Fussgelenk kommen. Das ist gleich doppelt schmerzhaft, denn die Verletzung löst neben dem direkten Schmerz auch einen Bluterguss sowie ein Lymphödem aus, die ihrerseits ein schmerzhaftes Spannungsgefühl erzeugen. Die verletzte Stelle kann so weit anschwellen, dass der Fuss kaum mehr bewegt werden kann, wodurch der Heilungsprozess verlangsamt wird.

In Fällen wie diesen hilft die Lymphdrainage. Mit rhythmischen, kreisenden oder pumpenden Bewegungen werden die Lymphgefässe angeregt, womit der Transport der Lymphe begünstigt wird. Die Behandlung muss regelmässig ein- oder mehrmals pro Woche durchgeführt werden.

Der Effekt der manuellen Lymphdrainage hält etwa 24 Stunden an. Deshalb beherrscht ein spezialisierter Therapeut nicht nur die Handgriffe der manuellen Lymphdrainage, sondern auch das Bandagieren. Dabei werden Kompressionsbandagen fest um die betroffenen Arme oder Beine gewickelt. Der Druck unterstützt den Abtransport der Lymphe und damit auch den Abbau des Lymphödems.

​Mögliche Indikationen für eine Lymphdrainage:

  • Verspannungen

  • Traumas

  • Lipödem

  • Stress

  • Erkrankung des Bewegungsapparates

  • Gelenkmobilisation

  • Steigerung des Wohlbefindens

  • Stärkung des Immunsystems

Massage
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